Herrje, da freut ihr euch (?) auf einen weiteren spannenden Blogeintrag von mir … und alles was dabei herauskommt ist ein weiteres iPad Gewinnspiel! ;-)
Wie bereits einmal erwähnt habe ich nie Glück bei sowas - wünsche aber meinen Lesern viel Glück dabei und im Vorraus schonmal viel Spass mit dem iPad!
Also gut: Der Investor-Verlag verlost drei iPads, Teilnahmemöglichkeiten wie folgt:
1. Setzt einen Tweet über das Gewinnspiel ab.
2. Werdet “Fan” auf Facebook
3. Erwähnt das Gewinnspiel in einem Blogeintrag! (Merkt jemand was? ;-) )
Der Link ist hier: http://www.investor-verlag.de/geldanlage-strategie/ipad/
Glücklicherweise ist das mal kein Gewinnspiel mit vorgefertigten Tweets und allen Links an den richtigen Stellen, vielleicht schreckt das genug Leute ab, damit ich eine reelle Gewinnchance habe die höher ist als die Wahrscheinlichkeit, dass in meiner Eisteeflasche spontan neues Leben entsteht :-)
Gehen wir mal vom unwahrscheinlichen Fall aus, dass ich eines gewinnen würde. Kurz nach der Ankündigung des iPads von Seiten Steve Jobs’ stand ich dem ganzen recht kritisch gegenüber - wieder iPhone OS? - doch mittlerweile, im Zuge der bis jetzt veröffentlichten Reviews und den Aussagen von iPad Besitzern in meinem Umfeld, scheint es sich doch um “ein größeres Ding” zu handeln, als bisher angenommen.
Für Softwareentwickler waren die glorreichen Möglichkeiten der Interfacegestaltung auf dem iPhone bereits eine göttliche Gabe - auf einem Bildschirm wie dem des iPad werden dann ganze neue Dimensionen erschlossen.
Wenn mir die Möglichkeit gegeben wäre, hätte ich sicherlich einige interessante Ideen, die es auf dem iPad umzusetzen gilt :-)
Für die restliche Zeit wäre es sicherlich gut geeignet, meiner Oma das Internet ein wenig näher zu bringen.
Viel Spass noch und bis später,
Taz.
An (fast) jedem Schultag bin ich morgens um 7:07 (diese Angabe ist exakt) an der Bushaltestelle “Drove, Grünstraße” anzutreffen. In der Zeit von 7:08 bis 7:36 folgt ein täglich fast exakt gleicher Ablauf, den ich, um eines der eigentlichen Themen des Blogeintrages anzuschneiden, kurz beschreiben möchte:
1. Ich treffe um 7:07 an der Haltestelle ein, bereits anwesend sind folgende Schlüsselpersonen, die für den weiteren Ablauf eine gewisse Relevanz besitzen:
- das Pferdemädchen
- das Dicke-Musik-Mädchen (das Adjektiv “dick” ist in diesem Fall auf zwei Objekte bezogen)
- der Knopfjunge
- der iPod-Junge
2. Etwa 20-40 Sekunden nach meinem Eintreffen an der Haltestelle (in extrem seltenen Fällen, meist weil wir aus irgendwelchen Gründen einen anderen Fahrer haben, kann sich dieser Zeitpunkt jedoch um bis zu 20 Minuten verzögern) kommt der Bus.
Ein relativ unwichtiger Junge versucht jedes Mal durch die Hinterste der drei Türen (es handelt sich um einen Gelenkbus) einzusteigen, da diese Tür allerdings defekt ist, wird dies für immer ein recht schwieriges Unterfangen bleiben (es ist immer derselbe Bus).
Sechs für den Ablauf unwichtige Leute steigen an der zweiten Tür ein und verschwinden nach hinten in den Bus.
Die anderen genannten Personen steigen, so wie ich, an der vordersten Tür ein. An den ungeraden Wochentagen (Mo, Mi, Fr) belege ich daraufhin sofort den Platz links hinter dem Fahrer, der an den jeweils anderen Tagen immer von der gleichen Person belegt ist. Dienstags und donnerstags bleibe ich bis 3. im mittleren Stehbereich (vor der 2. Tür) stehen.
Das Pferdemädchen streckt ihren seltsam geformten Kopf nach vorne und stöckelt mit schwingenden Armen zum Mittelteil des Busses durch, wo sie sich auf der linken Seite auf einem der Plätze niederlässt, auf denen man “rückwärts” fährt.
Das Dicke-Musik-Mädchen schlurft mit hängenden Schultern bis auf die Höhe des Pferdemädchens nach hinten und setzt sich auf die rechte Seite, ebenfalls auf den “Rückwärtssitz”.
Der Knopfjunge setzt sich auf den linken Rückwärtssitz vor der ersten Tür.
Der iPod-Junge setzt sich auf den äußeren Rückwärtssitz des ersten Viererplatzes.
3. Nach 4 Haltestellen erreichen wir “Kreuzau, Alte Post”. Dies ist ein wichtiger Wendepunkt, da der größte Teil der Personen aussteigt und lediglich die genannten sowie ein paar zufällig variierende (und irrelevante) andere Personen bleiben. Donnerstags und Dienstags ist dies nun ein Grund für mich, den jüngst freigewordenen Platz hinter dem ersten Vierersitz einzunehmen. Ich kann nun den Knopf- sowie den iPod-Jungen sehen, wende den beiden Mädchen aber den Rücken zu (die mir dies gleichtun). Hierauf folgt ein kurzer Blickkontakt zwischen allen Beteiligten, um zu signalisieren, dass alles wie üblich verläuft.
Sollte ein Fremder einen Platz besetzen, der entweder jemanden von uns zugeteilt ist oder später eine bestimmte Funktion einnimmt, werden wir diese Person solange mit Blicken löchern, bis sie sich in den hinteren Teil des Busses verzieht. Diese Strategie ist sehr effektiv.
4. Wir fahren bis “Düren, Weyerhof”. Im Verlauf der Fahrt zeigt der iPod-Junge gekonntes Desinteresse an seiner Umgebung und scrollt durch seine Musiksammlung. Der Knopfjunge sitzt unbeweglich an seinem Platz und tut nichts. Ich befinde mich durchgehend in einem Zustand des Halbschlafes (vergleichbar mit dem Zustand im Geschichts- oder Lateinunterricht). Mir ist nicht bekannt, was die beiden Mädchen machen.
Beim Erreichen der Haltestelle drehen sich alle kurz um und gucken, ob die jeweils anderen da sind. An dieser Stelle ist das Pferdemädchen verschwunden, sie steigt irgendwo zwischen Niederau und der Haltestelle aus, aber keiner von uns achtet auf die genaue Haltestelle.
5. Wir nähern uns nun der wichtigen Haltestelle, der an der die meisten Aktionen einer typischen Busfahrt auf unserer Linie geschehen. “Düren, Oberstraße”
Folgendes geschieht:
Der Knopfjunge drückt auf einen der Stop-Knöpfe, die aus jedem Bus bekannt sind. In unserem Bus funktionieren sie jedoch nicht auf die herkömmliche Weise, denn das Signal wird nicht an den Fahrer weitergeleitet. Ebenfalls beabsichtigt der Knopfjunge nicht, an der Haltestelle auszusteigen. Der Sinn des Drückens besteht darin, den iPod-Jungen auf die nahende Haltestelle aufmerksam zu machen.
Dieser steht nun auf und bewegt sich in den hinteren Teil des Busses, auf der Höhe des Dicke-Musik-Mädchens, welches an diesem Teil der Reise meist schläft, rempelt er absichtlich ihren Instrumentenkoffer an, woraufhin sie aufwacht.
Der iPod-Junge geht nach hinten durch und wartet vor der nächsten Tür, das Dicke-Musik-Mädchen wechselt auf den an ihren Platz angrenzenden “Vorwärtsplatz” und hat mich im Blickfeld.
6. Aufgrund der Ampelschaltungen in Düren stehen wir nach dem Abbiegen in die Oberstraße immer kurz vor der eigentlichen Haltestelle an einer kleinen Kreuzung. Die Ampel für den Bus wird 3 Sekunden nach der Fußgängerampel grün.
Von meinem Platz aus habe ich die Fußgängerampel im Blickfeld, sobald sie grün wird stehe ich auf und gucke in den großen, mittleren Rückspiegel des Fahrers. Der Fahrer sucht kurzen Blickkontakt mit mir, ich nicke ab, das Dicke-Musik-Mädchen steht auf und kommt zur Tür, wir fahren zur Haltestelle und steigen aus.
Möglicherweise klingen diese Abläufe nicht allzu spektakulär, es ist aber interessant zu bemerken, dass keine der beteiligten Personen jemals mit einer der anderen gesprochen hat. Auch in Anbetracht dieser Tatsache ist es spannend, wieviel wir über den jeweils anderen wissen (Name, Alter, Schule, Interessen etc. - Dinge die nach einer Weile recht auffällig werden).
Fehlt eine der beteiligten Personen, sind die Abläufe gestört. Fehlt der Knopfjunge, steht der iPod-Junge nicht auf und weckt nicht das Dicke-Musik-Mädchen.
Fehle ich wird dem Busfahrer nicht durch Blickkontakt der Haltewunsch signalisiert, er fährt weiter.
Fehlt der Busfahrer haben wir eine gewaltige Verspätung, da der einzige Ersatzbusfahrer die Route nicht auf die Reihe bekommt.
Die Verkettung all dieser Personen möchte ich als “Die Busgesellschaft” bezeichnen, womit ich nun beim eigentlichen ersten Thema dieses Eintrages und dem Anlass zu selbigem angelagt bin.
Busgesellschaften existieren nicht nur auf meiner täglichen Morgenlinie, sondern einzeln für jede Uhrzeit fast jeder Linie (sie sind logischerweise nicht linienumfassend). Ich bekam dies am Mittwoch vor Verfassen dieses Postings zu spüren, als ich entgegen meiner üblichen Gesetzmäßigkeiten einen anderen Bus nach Hause nahm als gewöhnlich. Nach wenigen Minuten im Bus war erkennbar, welche Personen dort zur etablierten Busgesellschaft gehörten und ebenfalls wurde mir recht schnell klar, dass ich den Platz einer dieser Personen belegt. Dies wurde mir unmissverständlich über Blicke bekanntgegeben, woraufhin ich ihn selbstredend, um den weiteren Ablauf der (mir in diesem Fall nicht näher bekannten) Ereignisse nicht zu stören, abgab.
Das wesentlich Interessante an Busgesellschaften ist die Art, wie sie entstehen. Menschen die sich nicht kennen und die niemals verbal miteinander kommunizierten, entwickeln teilweise recht komplexe Verhaltensmuster die sehr repetetiv angewendet werden. Kleinste Störungen durch Fremde werden als Ausnahmefälle behandelt und auf eigene Arten aus dem Weg geräumt.
Obwohl sich nie jemand gesprochen hat, “kennen” sich die Mitglieder einer Busgesellschaft flüchtig.
Wie kommt es dazu?
Ich habe eine kleine, eigene Theorie:
Jeder Mensch, der regelmäßig auf einer bestimmten Buslinie fährt, hat ein bestimmtes Ziel, welches von ihm (oder ihr, ich möchte keine Genderdebatte auslösen) erreicht werden soll.
Somit sitzen quasi alle Busgesellschaftler im selben Boot, bzw. Bus. Sie alle möchten die genannten Ziele sicher und ohne Zwischenfälle erreichen und dies vorallem ohne das Eintreten einer nervigen Bus-Begegnung. (dies umfasst, ist aber nicht beschränkt auf: fremde Menschen, die sich ungefragt neben einen setzen und zu unnötiger Kommunikation, spätestens beim Aussteigen, führen; Kontrolleure; unbekannte Busfahrer)
Daher beginnen sich die Beteiligten, ihren Instinkten und in uns verankerten Methoden zur wortlosen Kommunikation folgend, mit den anderen so zu arrangieren, dass dies auf die beste mögliche Art umgesetzt werden kann. Feste “Absprachen” bezüglich der Sitzplatzverteilung und des Unterstützens der anderen im Bezug auf Aussteigen und ähnliches pendeln sich somit automatisch ein.
Das Resultat ist, wer hätte es erwartet, eine Busgesellschaft.
Wer von euch kann ähnliches berichten?
Nachdem ich soeben mehrere Stunden in einem Wartezimmer verbracht habe, muss ich jetzt einfach meine Gedanken bezüglich dieser, höchstwahrscheinlich unter dem Bevölkerungsdurchschnitt relativ unbeliebten, Art von Räumen niederschreiben.
Beginnen wir mit dem Aufbau eines Wartezimmers. Man betritt den Raum und befindet sich in 90% der Fällen in einem nicht zu großen, weiß gestrichenen Raum, an dessen Seite Stühle in einer Reihe aufgestellt wurden.
In der Mitte befindet sich ein Tisch, auf dem eine Ansammlung von Zeitschriften einen mehr oder weniger eleganten Platz gefunden hat. Deren Cover sind, um die Eintönigkeit des Raumes zu bewahren, in graue Zeitschriftenumschläge verpackt, die jeweils mit dem Namen des Magazins bedruckt sind. Die Anzahl der auf dem Tisch liegenden Magazine hängt stark von der Anzahl der wartenden Frauen ab. Folgender Grundsatz gilt hier:
Je Frau, desto weniger Zeitschrift.
Befindet man sich in einer gut ausgestatteten Praxis, lässt sich oft auch ein Wasserspender und in einigen seltenen Fällen ein Fernseher im Wartezimmer auffinden.
Zu Zeiten des Nazi-Regimes verwendete die NSDAP (oder auch zu Zeiten der DDR die Stasi) eine Foltermethode, die gemeinhin als Isolation bekannt war.
Dabei sperrt man jemanden solange allein und vollkommen isoliert in eine Zelle ein, bis er wahnsinnig wird und freiwillig aussagt um sich aus dieser Situation zu befreien. Hierbei werden einem Gefangenen alle Reize vorenthalten und das Gehirn hat quasi nichts, womit es sich beschäftigen kann.
Meiner Meinung nach ist der Aufenthalt in einem Wartezimmer auch eine Folter, allerdings das genaue Gegenteil von der eben beschriebenen. Durch die eng beieinander stehenden Stühle wird man gezwungen, sich ungewohnt nah an einer zumeist fremden Person zu platzieren. Alle vorhandenen Sinne werden von Eindrücken überflutet, die man gar nicht haben möchte. Beispiele für jeden Sinn:
* Übersetzung durch Kirth
Bin ich der einzige, der so denkt?
dass ich unter diesem Namen einen Blog betrieb.
Damals war das ganze in Englisch gehalten und handelte größtenteils davon, wie sch**** doch eigentlich das (und ganz insbesondere mein) Leben ist war.
(Zur Klarstellung aufgrund von familieninternen Fragen bzgl. dieser Phrase: Dieser Satz ist vergangenheitsbezogen, was bedeutet, dass ich nicht mehr der Meinung bin, dass mein Leben so schlecht ist. Auf shouldbeillegal standen damals die durch den Ex-Freund meiner Mutter erfahrenen Erlebnisse)
Mit einer ähnlichen Anekdote werde ich jedoch auch diesen ersten Blogeintrag beginnen. Und vorweg eine Warnung: Es wird nicht am Wörtchen “Ich” mangeln, ich bin sehr egozentrisch.
Vor wenigen Minuten erreichte mich die Hiobsbotschaft, dass wir nun einen neuen Stundenplan bekommen haben, der an vier Tagen in der Woche siebenstündigen Unterricht vorsieht.
Ihr fragt euch jetzt “Was beklagt sich der Idiot? Andere Leute arbeiten auch 7 Stunden lang!” und erstaunlicherweise stimme ich in erster Linie zu. Das Problem ist nicht der Unterricht an sich (von Sport einmal abgesehen) sondern die daraus resultierenden Umstände. Insbesondere erwähnenswert ist hierbei die Tatsache, dass ab 13:30 praktisch keine Busanbindung in mein geliebtes geduldetes* Heimatkaff mehr vorhanden ist.
(* Anmerkung zu diesem Teil aus demselben Grund, den ich auch oben angebracht habe. Ich beziehe mich an dieser Stelle ausdrücklich auf die Busverbindungen. Mein literarischer Stil darf nicht zu einhundert Prozent wörtlich genommen werden.)
Demzufolge werde ich ab jetzt entweder an vier Tagen in der Woche von 6-16 Uhr unterwegs sein, oder die Schule wechseln. Ich tendiere zu letztgenannter Option, meine Mutter jedoch nicht.
Gut, Ende von diesem für euch wahrscheinlich relativ uninteressanten Gelaber. Was soll dieser Blog, was will ich damit? Um ehrlich zu sein bin ich mir noch nicht ganz sicher, hauptsächlich werden wahrscheinlich meine persönlichen Probleme und Überlegungen sowie aktuelles zur Piratenpartei hier niedergeschrieben.
Ob ich täglich poste weiß ich auch noch nicht, liest ja wahrscheinlich eh niemand.
Folgt mir auch auf Twitter.
Bis dann,
Taz